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Sölkpass

Der Sölkpass, ein hochalpiner Übergang über die Niederen Tauern Das Gebiet um den Sölkpass ist eines der schönsten Naturschutz- und Erholungsgebiete unseres Landes. Unberührte Natur, gemütliche aber auch herausfordernde Bergtouren für Wanderer und Alpinisten.


Der Besucher spürt hier oben eine besondere Freiheit, innere Einkehr und Ruhe in unserer hektischen Welt. Momente der Beschaulichkeit weiten das Blickfeld über die vielen Gipfel.

Geschichtlich gesehen stellte der Sölkpass eine wichtige Verkehrsverbindung über den Hauptkamm der Niederen Tauern dar. Forschungen, Funde und Wagenspuren auf der Paßhöhe beweisen, dass dieser Alpenübergang schon lange vor Christi Geburt benutzt wurde.

Der Verein ANISA entdeckte das Fundament einer ehemaligen Hütte (in der Nähe der heutigen Kapelle) und Holzkohlenreste. Ein Speziallabor in den USA stellte die Abstammung aus der Spätbronzezeit (Urnenfelderzeit) fest. Die Lage des Gebäudes lässt an eine Rast- und Zufluchtstätte für Säumer und Wanderer denken. Die Säumer der Urgeschichte verwendeten einen Steig zur Begehung des Passes, der als Teil des urgeschichtlichen Salzweges von Hallstatt in den Süden zu betrachten ist.
Salz wurde aus dem Norden in den Süden transportiert und aus dem Süden wurden Wein und Getreide geliefert. 

Laut mündlicher Überlieferung von anno 1700 leisteten die Bauern aus dem Sölktal mit ihren Pferden Vorspanndienste bis zur Passhöhe. Vor ca. 220 Jahren wurde auf der Sölkpasshöhe ein Unterstand aus Natursteinen errichtet. Almhirten und Sennerinnen versahen diesen Unterstand mit einem Kruzifix und Heiligenbildern, sie gestalteten eine Andachtsstätte: „Das Sölkkreuz“.
Um 1750 hörte der Saumverkehr über den Sölkpass auf, nachdem der Saumweg befahrbar gemacht wurde. 
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde mit dem Teilausbau der Straße begonnen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde daran weitergearbeitet. 1959 wurde die Nordrampe und 1964 die Südrampe für den Autoverkehr freigegeben. Die Initiatoren waren Bürgermeister Hans Petzl und Kammerat Schrefl aus Schöder. Die „Erzherzog-Johann-Straße“ als kürzeste Verbindung zwischen dem Murtal und dem Ennstal war geboren.

Achtung: Die Straße ist in den Wintermonaten aufgrund der nicht vorhandenden Lawinenverbauung von ca. Ende Oktober bis ca. Mitte Mai nicht befahrbar! 
Info für Busse: 16 t ab Kreuzer Hütte, keine 3 Achser, 12 m Gesamtlänge.

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