Tour, Pilgerweg Schwer

Etappe 04 Hemma Pilgerweg Route Admont

Wir wandern von Oberwölz zur Wallfahrtskirche Winklern. Nächstes Zwischenziel: St. Peter am Kammersberg und dann heißt´s: rauf auf die Stolzalpe auf 1.810 Meter Seehöhe. Die schöne Stadt Murau ist es, wo wir den heutigen Abend verbringen und Kräfte sammeln für Etappe 5 des Hemma-Pilgerweges.


Die Hl. Hemma wurde um 980 als Gräfin von Friesach-Zeltschach geboren. Die wohltätige Stifterin gründete unter anderem auch die Benediktinerklöster Gurk und Admont. Letzteres beherbergt die größte Klosterbibliothek der Welt – und ist einen Besuch wert. Durch das malerische Hintereggertor marschierend verlassen wir Oberwölz und gehen zur Wallfahrtskirche Winklern. Weiter geht´s bis zum Butterer Kreuz auf der Kammersberger Höhe (1.072 m) und dann abwärts bis nach St. Peter am Kammersberg mit seiner über dem Ort thronenden Pfarrkirche. Von Winklern bis hierher sind es etwa 2 1/2 Stunden. Über die Jausenstation Stanglmühle und über die Stolzenhütte marschieren wir zum Stolzalpengipfel hinauf (1.817 m). Für den Aufstieg von St. Peter herauf rechnen wir mit einer Gehzeit von etwa 3 1/2 Stunden. Nach etwa 4 km kommen wir zum Landeskrankenhaus Stolzalpe und zur Stolzalpenkirche. Der Weg führt nun nicht über Waldwege am Gasthof Rahmhube vorbei, sondern verläuft zunächst bergab, über den „Panorama-Fußweg“ zum Gasthof Käferhube. Von dort geht´s bis zum Stadtrand von Murau. Für den letzten Wegabschnitt vom Stolzalpengipfel bis Murau brauchen wir 2,5 Stunden.

Die Kirche Maria Heimsuchung in Winklern ist eine Nachbildung der berühmten Wallfahrtskirche Altötting (Bayern) und damit der einzige Gnadenort dieser Art in der Steiermark. Sie wurde von Thomas Langanger, dem Gutsverwalter des zu Admont gehörenden Schlosses Mainhartsdorf und dem Zimmermann Matthias Merl zwischen 1654 und 1658 erbaut. In erhöhter Lage am westlichen Ende der gleichnamigen Ortschaft liegt die Pfarrkirche St. Peter am Kammersberg. Zwei eingemauerte Römersteine an der Kirchensüdwand zeugen von einer frühen Besiedelung dieses Ortes.

An der Kreuzung zweier mittelalterlicher Handelswege ließ der Minnesänger Ulrich von Liechtenstein im 13. Jh. die Burg Murowe errichten. Bald darauf entstand rund um diesen wehrhaften Bau eine Kaufmannssiedlung, die 1298 zur Stadt erhoben wurde. Durch die Entdeckung der Seewege verlor Murau im 16. Jhdt. zunächst seine Bedeutung im Durchzugshandel. Zu Zeiten der Stadtherrin Anna Neumann von Wasserleonburg blühte Murau erneut auf. Seit dieser Zeit hat das Fürstengeschlecht Schwarzenberg seinen Sitz in Murau. Die Burg Murau wurde erstmals 1250 urkundlich erwähnt und lag einst südöstlich des heutigen Schlosses. Die gotische Festung war lange im Besitz der Familie Liechtenstein, dann ging sie in das Eigentum von Anna Neumann von Wasserleonburg über und später in den Besitz der Schwarzenbergs. Im 17. Jhdt. entstand das turmlose, vierkantige Renaissanceschloss, dessen Kapelle, die alte Küche, der Eisen-, der Katzen- und der Rittersaal sehenswert sind. Die Murauer Friedhofskirche St. Anna, eine kleine, gotische Kirche stammt aus dem Jahr 1404. Die Kirche hat ein einfaches Hauptschiff und zwei Seitenkapellen. Das einstige Kloster mit dem kleinen Innenhof beherbergt heute das Murauer Stadtmuseum. Die gotische Stadtpfarrkirche ist dem Heiligen Matthäus, dem Schutzpatron der Mautner und Zöllner, geweiht. Im massiven Turm befindet sich die größte Murauer Glocke, die" Mottl". Hochaltar, barocke Kanzel und Fresken stammen aus dem 14. Jhdt. die Wandmalereien aus der Renaissance. Die frühbarocke Elisabethkirche, erstmals genannt 1329, entstand aus der gotischen Kapelle des ehemaligen Murauer Bürgerspitals, das Otto III von Liechtenstein errichten ließ. Ab dem 16. Jhdt. war sie, mit Unterbrechungen, Versammlungsstätte der Protestanten. Seit 1979 dient sie als evangelische Pfarrkirche von Murau und beherbergt inzwischen auch das Diözesanmuseum der Steiermark. Von der Friesacherstraße gelangt man über den Kreuzweg zur Filialkirche St. Leonhard. Die kleine gotische Kirche wurde erstmals 1439 erwähnt. Im Inneren erwartet Sie eine Halle mit Netzgewölbe, große Fenster mit reichem Maßwerk, ein frühbarocker Hochaltar mit gotischen Statuen, die Kanzel aus der Barockzeit und eine gotische Orgelempore mit hölzernem Doppelchor. Der Kirchenbereich wird von einer Wehrmauer umgeben.

Tour Eigenschaften

Kondition
Technik
Erlebnis
Landschaft

Beste Jahreszeiten

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Tour Details

elevation profile
30,8km Strecke
10:00h Dauer
1275m Aufstieg
1310m Abstieg
810m Tiefster Punkt
1810m Höchster Punkt

Ihre Anreise

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